Kühlendes Essen für die heißen Tage

Macht die Hitze dich schlapp und müde? Oft hilft es schon, die Ernährung an den Sommer anzupassen. Hier ein paar Tips und ein Rezept aus der chinesischen Ernährungslehre.

Rückseite

Im Sommer hat man Lust auf leichte, erfrischende Speisen. Aber kühlendes Essen in Sinne der chinesischen Ernährungslehre sind nicht eiskalte Getränke und Eiscreme, sondern energetisch kühlende Lebensmittel.

“Ohne das Wissen um ein richtige Ernährung ist es kaum möglich, sich guter Gesundheit zu erfreuen.” Sun Simiao

Salate: besser gekocht als roh

Die chinesische Ernährungslehre gibt gekochtem Essen den Vorzug, weil es durch den Kochvorgang leichter verdaulich ist und der Körper die Nährstoffe besser verwerten kann. Das bedeutet: Es ist keineswegs empfehlenswert, als Hauptmahlzeit einen großen Salatteller zu essen, der hauptsächlich aus Rohkost besteht.
Besser sind Salate mit einem hohen Anteil an gekochten Bestandteilen, z.B.

  • Reissalat mit Thunfisch, Oliven und Eiern, Gurken und reifen Tomaten;
  • Kartoffelsalat mit einer Essig-Öl-Sauce, Stangenbohnen, getrockneten Tomaten und Ruccola-Salat;
  • Nudelsalat mit Essig-Öl-Sauce und Oliven, Pinienkernen, Pesto rosso, Tomaten, eingelegten Auberginen.

Auch Salate aus gekochten Möhren, Fenchel oder Knollensellerie sind eine gut verdauliche Alternative zur Brotmahlzeit am Abend. Eine gute Orientierung für den Ernährungsstil im Sommer sind die leichten Rezepte der mediterranen Küche.

Kühlende Lebensmittel, keine Smoothies

Von Smoothies rät die chinesische Ernährungslehre ab, weil darin viel mehr Früchte und Gemüse verarbeitet werden, als man üblicherweise auf einmal essen würde. Man nimmt zu viel Rohkost und Fruchtzucker auf und das ist für die Verdauung eine Herausforderung. Besser ist es, nur eine Portion reife Früchte zu essen oder die Früchte zu Kompott zu verarbeiten (Apfel, Rhabarber, Aprikosen, Pfirsiche).

Eisgekühlte Getränke, Eiscreme und Lebensmittel direkt aus dem Kühlschrank sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Besser sind energetisch kühlende Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Südfrüchte (Ananas, Bananen), Melonen, Gurken, Tomaten, Joghurt, Quark, Buttermilch. Am besten kombiniert man sie mit energetisch wärmenden Zutaten wie Zwiebeln zum Tomatensalat oder Zimt zum Quark.

Achtung: Wer im Sommer zu geschwollenen Beinen oder generell zu Feuchtigkeitsansammlungen neigt, sollte Bananen und Milchprodukte meiden.

Vorsicht mit Alkohol

Alkohol ist energetisch wärmend. An heißen Tagen steigt er schnell zu Kopf und bringt einen zum Schwitzen. Besser umsteigen auf alkoholfreies Bier oder Radler. Weißwein und Weizenbier sind energetisch kühler als Rotwein. Hochprozentiges ganz weglassen.

Gegrilltes und scharfes Essen

Gegrilltes und frittiertes Essen ist energetisch wärmender, als gekochtes oder gedünstetes Essen. Gleiches gilt für scharf gewürzte Speisen. Zum Grillfleisch am besten etwas eneretisch kühlendes essen wie Tsaziki oder Tomaten-Gurken-Salat, Wasser- oder andere Melonen.

Kühlendes Frühstück für heiße Tage

Wer nach einer tropischen Nacht schon völlig gerädert aufsteht und unter schwülwarmen Sommertagen besonders leidet, dem empfehle ich ein kühlendes Frühstück nach einem Rezept der  Ernährungsberaterin Vera Splinter. Es wirkt zusätzlich abschwellend (bei geschwollenen Beinen und Fingern) und harntreibend.

Zutaten:

45 g Rundkornreis
1/3 Yi yi ren (Hiobstränensamen, zu beziehen über die Marien Apotheke Waldsassen mit der Angabe „Rezept C 14 von Vera Splinter“)
45 g Mungobohnen
600 ml Wasser
150 g Gurke

Zubereitung:

Reis, Mungobohnen und Yi yi ren in kaltem Wasser ca. 10 bis 12 Stunden quellen lassen. Einweichwasser abgießen.
600 ml Wasser zufügen, aufkochen und im geschlossenen Topf 30 Minuten köcheln lassen. Nicht rühren.
Die Gurke in kleine Stücke schneiden und auf das Reisgericht geben. 5 Minuten mitgaren.
Ergibt 3 Portionen.
Mit 1 EL gehackter Rauke oder Kresse bestreut servieren.

Komm fit und gesund durch den Sommer!

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