Hitzewelle: Tipps für die heißen Tage

Starkes Schwitzen, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und schlechter Schlaf sind die typischen Beschwerden während einer Hitzewelle. Wer die Ernährung und den Lebensstil anpasst, kommt besser durch die heißen Tage.

Rückseite

Laut Wettervorhersage steht uns eine heiße Woche bevor. Mit diesen Tipps zur Ernärhung und Lebensstil kommst Du besser durch die Hitzewelle.

1. Grüner Tee statt Kaffee

Genauso wie Kaffee macht grüner Tee wach und belebt den Kreislauf. Zusätzlich wirkt er aber kühlend, während Kaffee erwärmt. Koche während einer Hitzewelle mehrmals täglich eine Kanne (von gutem Tee kann man 3 Aufgüsse machen) und trinke den Tee kalt. Starker grüner Tee ist zusätzlich ein gutes Mittel, um Durchfall zu stoppen.

Sehr erfrischend ist auch Tee aus frischer Minze mit etwas Zitrone. Von eisgekühlten Getränken, insbesondere Zucker-haltigen, ist abzuraten, weil sie – aus Sicht der Chinesischen Medizin – das Verdauungsfeuer schwächen. Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen und weicher Stuhl/Durchfall sind die Folge (s. Punkt 8).

2. Kühlendes Frühstück

Die Kunst, sich an den heißen Tagen richtig zu ernähren, besteht darin, energetisch kühlende Lebensmittel zu finden, die die Verdauungsorgane nicht zu stark kühlen. Ich empfehle ein Rezept der Ernährungsberaterin Vera Splinter aus gekochtem Reis mit Gurke, Mungo-Bohnen, Hiobstränensamen und Kresse. Es ist wunderbar kühlend an schwülwarmen Sommerstagen und wirkt zusätzlich abschwellend (bei geschwollenen Beinen und Fingern) sowie harntreibend. (Rezept unter  Kühlendes Essen für die heißen Tage)

3. Durstlöscher mit Gerstenessenz

Gerstenessenz erfrischt und löscht den Durst. Man kocht 120 g Gerste (vorzugsweise Vollkorn-Nacktgerste) mit 2,3 Litern Wasser und der Schale einer Zitrone (in feine Streifen geschnitten) 30 Minuten köcheln lassen. Dann abseihen und abkühlen lassen. Im Buckingham-Palast fügt man noch etwas Zitronensaft und Rohrzucker oder Honig hinzu. Bei sehr starkem Durst, trockenem Mund und Verstopfung mischt man die Gerstenessenz im Verhältnis 1:1 mit Apfel- oder Birnensaft. Pro Tag ¼ bis ½ Liter trinken. Im Kühlschrank hält sich die Essenz in einem verschlossenen Glas 3 Tage. (Mehr Rezepte für die Hitezewelle im Buch von Ruth Rieckmann: Kraftsuppen & Essenzen)

4. Starkes Schwitzen

Schwitzen hilft dem Körper, die Temperatur zu regulieren und ist per se nichts Schlechtes. Übermäßiges Schwitzen schwächt jedoch. Hier ist Salbei-Tee ein gutes Hausmittel. Dazu sollte man 3 TL getrockneten Salbei mit 3/4 Liter Wasser geben, kurz aufkochen und dann zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen, damit die Gerbstoffe in den Tee übergehen. Sie sind es, die Schweiß hemmend wirken. Den Tee über den Tag verteilt trinken. Man sollte dies über etwa drei Wochen fortsetzen, um die volle Wirkung zu spüren.

5. Besser schlafen in tropischen Nächten

Gerstenessenz (siehe Punkt 3) wirkt auch beruhigend und Schlaf fördernd. Um die Wirkung zu verstärken, bereitet man sie mit zusätzlich 50 g Vollkornweizen und 6-8 chinesischen Datteln zu.

6. Hilfe für geschwollene Beine

Das Beste bei geschwollenen Beinen ist der Gang durch kaltes Wasser im Kneipp-Becken. Ersatzweise kann man die Beine auch morgens kalt abduschen. Abends die Beine hochlegen. Wer nicht nur während einer Hitzewelle unter Schwellungen leidet, sollte die Venen über mindestens 3 Monate mit Rosskastanie, Mäusedorn oder Buchweizenkraut unterstützen (Siehe: Venenprobleme: Frühlingstipps für die Beine)

7. Den Kreislauf beleben

Wer einen niedrigen Blutdruck hat, fühlt sich während einer Hitzewelle leichter schlapp und schwindlig. Hier helfen viel trinken, Wechselduschen, Dehnübungen und das Riechen ätherischer Öle, insbesondere Rosmarin und Lavendel. Dazu gibt man die ätherischen Öle entweder in eine Aromalampe, oder man reibt die Brust mit Rosmarinsalbe ein (Salbe mit Kampfer und Rosmarin wirkt noch belebender). Für die innere Anwendung eignen sich Rosmarin-Tee oder Rosmarin-Wein.
Rezept für Rosmarin-Wein: 20 g Rosmarinnadeln auf 1 Liter Weißwein geben und 1 Woche an einem kühlen Ort ziehen lassen. 2 – 3 x täglich ein Schnapsgläschen voll trinken.

8. Schnelle Hilfe bei Durchfall

Im Sommer vermehren sich die Bakterien aufgrund der Hitze schneller in Nahrungsmitteln – auch solche, die Durchfall verursachen. Deshalb beim Einkaufen immer eine Kühltasche dabei haben. Aber auch zu viele kalte Getränke, Rohkost, Eis etc. können die Verdauung schwächen. Von der Cola-Banane-Diät halte ich weniger als von starkem grünen Tee und/oder Tonheilerde, um den Durchfall zu stoppen. Dann mit Reissuppe (Congee) einen Tag lang das Verdauungssystem schonen. (Siehe Ton-Heilerde bei Magen-Darmgrippe)

Komme gut durch die Hitzewelle!