10 Tipps für die Zusatzdiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch

Eine persönliche Vorbemerkung

In meiner Praxis für Chinesische Medizin erlebe ich immer wieder Frauen, die in der Kinderwunschbehandlung Rückschläge erleben müssen. Sie kämpfen sich dann, häufig im Alleingang, durch einen diagnostischen Dschungel. Sie haben viel selbst recherchiert, aber es ist für sie schwer, die empfohlenen Verfahren einzuordnen. Kurz: Wann ist welche Untersuchung sinnvoll? Die Studienlage ist nicht in allen Fällen eindeutig, was die Situation zusätzlich erschwert.

Um diese Frauen unterstützen zu können, habe ich eine Übersicht über mögliche ergänzende Untersuchungen zusammengestellt. An manchen Stellen verweise ich dabei auf aktuelle Studien aus der Fachliteratur. Es ist mir wichtig zu betonen, dass für einige Untersuchungen bislang lediglich Hinweise auf eine mögliche Relevanz im Kontext des Kinderwunsches vorliegen und eine abschließende wissenschaftliche Bewertung noch aussteht. Darauf weise ich an den entsprechenden Stellen hin.

Mir ist außerdem wichtig, dass jede Frau und jedes Paar mit unerfülltem Kinderwunsch wissen, welche Untersuchungen auch vor der „Gewinnung von Embryonen“ sinnvoll sein könnten. Ich würde keinesfalls alle Untersuchungen pauschal empfehlen, sondern immer abhängig von der eigenen Situation und der medizinischen Vorgeschichte entscheiden, ob man unvoreingenommen und hoffnungsvoll in eine Behandlung starten oder sie vorher durch weitere Diagnostik „absichern“ möchte​. Diese Entscheidung ist individuell, setzt aber voraus, dass sich alle Paare ausreichend informiert fühlen.

Die TCM-Diagnostik und Therapie beleuchteten den Kinderwunsch aus einer eigenen Perspektive. Mir ist es wichtig den Prozess der Kinderwunschbehandlung aus TCM-Sicht integrativ zu begleiten und die Kinderwunschbehandlung positiv zu beeinflussen. Hier geht es primär um einen guten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, Optimierung der Eizell- und Spermienqualität, Regeneration nach hormoneller Stimulation und Fehlgeburten. Zusätzlich wirkt Akupunktur emotional ausgleichend und beruhigend.

Wichtige Faktoren für die Entscheidung:

  • Bisherige Diagnosen
  • Eigene gesundheitliche Vorgeschichte und aktuelle Beschwerden
  • Familiäre Vorbelastung
  • Alter / Eizellreserve
  • Finanzielle Situation: Wie viele Versuche können wir uns leisten?

Insgesamt stehen etwa 10 weiterführende Untersuchungen zur Verfügung. Rund die Hälfte davon ist unkompliziert und im Vergleich zu IVF/ICSI selbst als Privatleistung kostengünstig. Für die meisten Diagnosen existieren einfache, teils noch experimentelle Therapieansätze. Dieses Dokument bietet einen Überblick und soll bei der Entscheidungsfindung unterstützen, welche Untersuchungen sinnvoll sein könnten.

Allgemeine Informationen

  1. Die Medizin in Deutschland orientiert sich an Leitlinien.
    Das ist grundsätzlich positiv, weil Leitlinien vor Missbrauch schützen und sicherstellen sollen, dass Patient:innen nur Therapien erhalten, für die es eine empirische Grundlage gibt. Das halte ich zum Schutz der Patient:innen für gut. Gleichzeitig sollte es nicht dazu führen, dass die individuelle Situation eines Paares aus dem Blick gerät.
  2. Begibt sich ein Paar aufgrund von unerfülltem Kinderwunsch in eine Behandlung, wird bereits grundsätzliche Diagnostik vorgenommen. Das Spermiogramm des Mannes ebenso wie der Hormonstatus der Frau werden untersucht. In einer Ultraschalluntersuchung der Frau wird darüber hinaus überprüft, ob beide Eierstöcke arbeiten und sich die Gebärmutterschleimhaut (das Endometrium) gut aufbaut. Auch zu einer Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit wird meist zu Recht schnell geraten. Vor Behandlungsbeginn wird häufig ausgeschlossen, dass aktive Infektionskrankheiten (Chlamydien, etc.) vorliegen.
  3. Etwa 70% der Paare sind laut Deutschem IVF-Register nach vier Embryotransfers schwanger. Auf diese Mehrheit ist die Standardvorgehensweise ausgerichtet. Für die übrigen rund 30% ist der Weg entsprechend deutlich mühsamer. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gründe für die fehlende Einnistung eines Embryos (Implantationsversagen) sowie Fehlgeburten nur unzureichend bekannt sind.
  4. Häufig werden weiterführende Untersuchungen erst nach mehreren erfolglosen Behandlungen empfohlen. Zusätzliche Diagnostik erfolgt dann nach der „Salami-Taktik“ auf der Suche nach Ursachen. Das kann emotional, körperlich und finanziell belastend sein. Ein großer Teil der Diagnostik ist aber unkompliziert und im Vergleich zur Kinderwunschbehandlung deutlich kostengünstiger. ​
  5. Viele Kinderwunschkliniken verhalten sich mit Blick auf frühe weiterführende Diagnostik zurückhaltend. Auch das ist zu erklären und grundsätzlich verständlich. Erstens orientieren sich die Kliniken – wie in Punkt 1 beschrieben – an den Leitlinien. Zweitens berücksichtigen sie die Inzidenz bestimmter Ursachen; Untersuchungen, bei denen nur sehr selten relevante Befunde zu erwarten sind, werden daher nicht vorschnell empfohlen. Drittens ist für einen Teil der diagnostischen Maßnahmen wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt, ob die untersuchten Ursachen oder die daraus abgeleiteten Therapien tatsächlich einen Einfluss auf die Lebendgeburtenrate in der Kinderwunschbehandlung haben. Die Eigenverantwortung der Paare rückt damit in den Vordergrund. Sie müssen entscheiden, ob sie Untersuchungen als Selbstzahler vorziehen möchten oder auch offen für experimentelle Ansätze sind. An der Stelle sollte es aus meiner Sicht auch wichtig sein, die Herangehensweise der Reproduktionsmediziner zu respektieren und dafür mehr den eigenständigen, aufgeklärten Dialog mit ihnen zu suchen.
  6. Fokus auf Embryonen – Gebärmutter oft im Hintergrund.
    Die Reproduktionsmedizin in Deutschlang legt den Schwerpunkt auf gesunde Embryonen, was nachvollziehbar ist, da genetische Auffälligkeiten der Embryonen oft ein Grund für Einnistungsversagen und Fehlgeburten sind. Aus meiner Sicht wird die Bedeutung der Gebärmutter und insbesondere der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) jedoch zu oft unterschätzt. Die Chinesische Medizin legt großen Wert auf die Bedeutung des Endometriums, als „Zu Hause“ für den Embryo.

 Mögliche Zusatzdiagnostik

1) Laboruntersuchungen

(Unkompliziert möglich, Blutentnahme, Privatleistung, ca. 150 Euro)

  • Folsäure sollte bei Kinderwunsch eingenommen werden. Der Folsäurespiegel im Blut muss nicht unbedingt gemessen, kann aber mit abgefragt werden, wenn man sich sowieso für ein Blutbild vor Start der IVF entscheidet.
  • Schilddrüse: über die Grenzwerte des TSH-Werts wird immer wieder diskutiert. Die meisten Empfehlungen geben dennoch nach wie vor an, dass er bei Kinderwunsch idealerweise unter 2,5 mlU/L, bei Hashimoto möglichst nahe bei 1 mlU/L liegen sollte.
  • Eisenstatus: Ferritin, Eisen und Transferrinsättigung – ein guter Eisenspeicher sollte vor Behandlungsbeginn sichergestellt sein.
  • Vitamin D: Vor IVF sollte der Vitamin-D-Spiegel überprüft werden. Studien zeigen, dass Vitamin-D-Mangel das Risiko für Fehlgeburten erhöht.[1]
  • Insulinresistenz (HOMA-Index): Besonders bei PCOS wichtig. Eine Insulinresistenz sollte erkannt und behandelt werden, z.B. mit Metformin oder Myo-Inositol vor Beginn der Kinderwunschbehandlung.[2]
  • Progesteron (v. a. bei Endometriose): Bei Endometriose sind die Progesteronwerte häufig erniedrigt. Sie sollten nach Eisprung/Punktion und vor Transfer im Blut kontrolliert und die einzunehmende Dosis bei Bedarf erhöht werden; ggf. zusätzlich Progesteron als Spritze und nicht nur vaginal.
  • Sollte es Autoimmunerkrankungen in der Familie geben, macht es auch Sinn, diese (z.B. Hashimoto) bei der Patientin vor Behandlung zu erkennen bzw. auszuschließen.

2) 3D-Ultraschall der Gebärmutter

(Unkompliziert möglich, Nicht invasiv, Privatleistung, ca. 80 Euro)

Ein erfahrener, auf Kinderwunsch spezialisierter Arzt/Ärztin kann im 3D-Ultraschall Anomalien der Gebärmutter, Adenomyose, Myome, Polypen sowie Veränderungen der Eileiter (Hydrosalpinx) erkennen. Alternativ ist ein MRT möglich. Die Untersuchung macht Sinn, insbesondere wenn Beschwerden bei der Frau bestehen. Polypen und Myome können operativ entfernt werden.

3) Gerinnungsdiagnostik

(Unkompliziert möglich, Blutentnahme, Kassenleistung nach mehreren Fehlversuchen)

Erbliche oder erworbene Störungen der Blutgerinnung stehen im Zusammenhang mit wiederholten Fehlgeburten. Insbesondere das Anti-Phospholipid-Syndrom (APS) ist eine autoimmune Störung, die zu Thrombosen und Fehlgeburten führt.[3]

Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten meist erst nach drei Fehlversuchen. Gibt es in der Familie Auffälligkeiten, sollte das frühzeitig in der Kinderwunschklinik angesprochen werden. Behandelt werden Gerinnungsstörungen in der Regel mit Heparin – der Gerinnungsmediziner kann hier engmaschig betreuen.

4) Biopsie der Gebärmutterschleimhaut

(Unkompliziert, ohne OP/Narkose möglich, Privatleistung, ca. 250 Euro Laborkosten, ca. 100 Euro für die Biopsie)

Die Probeentnahme erfolgt in der Kinderwunschklinik, die Auswertung z.B. in Jena oder Mannheim:

  • Uniklinikum Jena: Endometriumdiagnostik – Plasmazellen (CD138), NK-Zellen (CD56, CD16)
  • Reprognostics Mannheim: Endometriumdiagnostik – Plasmazellen (CD138), NK-Zellen (CD56), zusätzlich: BCL6-Marker

Plasmazellen (CD138)

  • Marker für bakterielle Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut.
  • Eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut steht einer Übersichtsstudie zufolge im Zusammenhang mit Unfruchtbarkeit und wiederholten Fehlgeburten.[4]
  • Therapie: Antibiotika, zunächst meist Doxycyclin (Erfolgsrate ca. 70%), anschließend Kontrollbiopsie.[5] Bei Therapieversagen: zweite Runde mit AmoxyClav und Metronidazol; damit sind etwa 95% der Patientinnen auskuriert.[6]

Uterine natürliche Killerzellen (CD56)

  • Natürliche Killerzellen kommen in jeder gesunden Gebärmutter vor und sind wichtig für die Einnistung und doe Schwangerschaft.
  • Eine erhöhte Anzahl wird mit Einnistungsversagen und frühen Fehlgeburten in Verbindung gebracht[7], wissenschaftlich ist der Einfluss umstritten.[8]
  • Mögliche Therapie: Intralipid-Infusionen und/oder Prednisolon; die Risiken und Nebenwirkungen der Therapie sind vergleichsweise gering.

BCL6-Marker

  • Erhöhte BCL6-Werte gelten als Hinweis auf eine Progesteronresistenz und sind häufig mit Endometriose verknüpft.[9]
  • Eine Überexpression wird mit Implantationsversagen in Verbindung gebracht.[10]
  • Mögliche Therapie: operative Sanierung der Endometriose oder zweimonatige Downregulation mit GnRH-Analoga vor Embryotransfer.[11] Die Evidenz ist hier noch begrenzt.
  • Praktisches Vorgehen: Oft wird erst stimuliert, Embryonen werden kryokonserviert, danach erfolgt die Downregulation, damit deren Effekt nicht wieder durch eine Stimulation (Östrogene) aufgehoben wird.

Immunregulierende TCM-Arzneimittel-Therapie

Die TCM kennt verschiedene Arzneipflanzen, die das Immunsystem regulieren und Entzündungen hemmen. Diese können zusätzlich gegeben werden, wenn es Hinweise auf Dysregulation des Immunsystems gibt.

5) Abstrich der Gebärmutter und Mikrobiom-Untersuchung

(Unkompliziert, ohne OP/Narkose möglich, Privatleistung, ca. 150 Euro Laborkosten, ca. 100 Euro für den Abstrich)

Beim Abstrich wird das Mikrobiom der Gebärmutter mittels sehr sensitiver Methoden analysiert; alle nachweisbaren Bakterien werden erfasst.

Infos z.B. hier: Mikrobiom-Test bei Kinderwunsch (Medicover Diagnostics).

Vorteil: Man erkennt die vorhandenen Keime. Nachteil: Im Gegensatz zur Plasmazell-Diagnostik ist nicht sicher, ob diese Keime tatsächlich eine Entzündung verursachen. Studien zeigten keine Unterschiede in der bakteriellen Besiedlung des Uterus bei Frauen mit und ohne chronische Endometritis (Plasmazellen-Diagnostik).[12] Daher ersetzt die eine Untersuchung nicht die andere.

Die Auswirkungen des Mikrobioms der Gebärmutter sind noch nicht ausreichend untersucht. Eine niederländische Studie sieht es als wahrscheinlich an, dass das Risiko für eine Fehlgeburt oder Implantationsversagen damit zusammenhängt, dass die Zahl der Bakterien zunimmt und die Flora aus Lactobacillus zurückgeht.[13] Die Evidenz ist hier noch begrenzt.

Behandlungen mit Antibiotika oder Probiotika können je nach Fall verschrieben werden.

6) DNA-Fragmentierung der Spermien

(Unkompliziert möglich, Spermienprobe, Privatleistung, ca. 250 Euro)

Ein spezielles Verfahren untersucht die Spermien auf DNA-Fragmentierungen (Strangbrüchen). Ist die DNA-Fragmentierung erhöht, können spezielle Spermienselektionstechniken bei ICSI helfen, Spermien mit besserer DNA-Qualität für die Befruchtung im Labor auszuwählen.

Das Spermiogramm lässt sich durch Akupunktur, chinesische Arzneimittel-Therapie sowie Nahrungsergänzungsmittel positiv beeinflussen. Dazu ist eine Behandlungsdauer von 3 Monaten empfehlenswert.

7) Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

(Minimalinvasives Verfahren, OP mit Narkose, Kassenleistung nach mehreren Fehlversuchen)

Nach mehreren Fehlversuchen kann eine Gebärmutterspiegelung sinnvoll sein. Dabei können z.B. Polypen, Myome oder Verwachsungen erkannt und teilweise direkt behandelt werden; eine Biopsie der Schleimhaut lässt sich bei Bedarf in derselben Sitzung durchführen und wird im Zuge einer Gebärmutterspiegelung von den Krankenkassen bezahlt.

8) Bauchspiegelung (Laparoskopie)

(Minimalinvasives Verfahren, OP mit Narkose, Kassenleistung nach mehreren Fehlversuchen)

Die Laparoskopie, auch Bauchspiegelung genannt, ist ein Verfahren zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen im Bauch- und Beckenraum. Wird z.B. eine Endometriose gefunden, kann sie im Zuge der OP direkt saniert werden.

Bei IVF / ICSI Paaren gehen die Empfehlungen auseinander:

  • Wenn ein Paar ohnehin auf IVF / ICSI angewiesen ist, raten viele Kliniken von einer Laparoskopie ab, weil die therapeutische Konsequenz in jedem Fall eine IVF / ICSI bleibt und es sich bei einer Bauchspiegelung um eine größere OP handelt.
  • Andere Kliniken empfehlen die Laparoskopie dennoch, um bei z.B. Endometriose eine operative Sanierung durchzuführen, um das entzündliche Milieu im Becken zu verbessern – auch im Hinblick auf IVF / ICSI.

9) Humangenetische Untersuchung beider Partner

(Unkompliziert möglich, Blutentnahme, Kassenleistung nach mehreren Fehlversuchen)

Humangenetische Untersuchungen werden oft erst nach mehreren Fehlversuchen eingeleitet. Häufig wird dabei nichts Auffälliges gefunden. In Einzelfällen kann die Untersuchung wichtige Hinweise liefern.

Therapeutische Konsequenz, sollte es Auffälligkeiten geben, ist meist die Präimplantationsdiagnostik (PID), die in Deutschland vom Ethikrat freigegeben werden muss. Die Kinderwunschkliniken können hier beraten.

10) Immunologie

(Unkompliziert möglich, Blutentnahme, Privatleistung, Kosten je nach Aufwand)

Das Gebiet der Immunologie ist weitreichend und bislang nur in Teilen verstanden. Es existieren Thesen, die immunologische Fehlregulationen als mögliche Ursache für wiederholte Fehlgeburten anführen. Es ist durchaus denkbar, dass die Immunologie in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle spielen wird; gegenwärtig befindet sich die Forschung jedoch noch in einem frühen Stadium. Von Laborparametern der Frau (z. B. T-Zellen, NK-Zellen, Zytokine) über die KIR-Gen-Analyse bis hin zur Untersuchung des HLA-Sharings zwischen den Partnern werden verschiedene Ansätze und Therapieoptionen verfolgt.

Da die Immunologie noch ein relativ junges Forschungsfeld ist, bieten viele Kliniken in diesem Bereich keine Beratung an. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich das Thema daher auch lediglich benennen.

Lifestyle

Neben der Diagnostik ist es entscheidend, einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung bereiten den Körper optimal auf eine Kinderwunschbehandlung sowie eine Schwangerschaft vor. Die Einnahme von Vitamin D und Folsäure über Nahrungsergänzungsmittel wird allgemein empfohlen. Zusätzlich sollten beide Partner drei Monate vor einer IVF/ICSI Zink, Selen und das Coenzym Q10 einnehmen. Melatonin (3 mg) täglich, begonnen vier Wochen vor der Eizellentnahme, wird ebenfalls mit einer besseren Eizellqualität in Verbindung gebracht. Chinesische Kräuter können zusätzlich nähren. Sprechen Sie mich hierauf gerne an.

Schlussworte

Leichtigkeit, Hoffnung und Vertrauen in die Ärzte sind essenziell für den Prozess der Kinderwunschbehandlung. Dieses Dokument soll das Vertrauen in den Prozess nicht beeinträchtigen, sondern vielmehr als Unterstützung für Paare dienen, die eine Übersicht über diagnostische Maßnahmen suchen.

Jedes Paar muss individuell entscheiden, wie es sich auf eine Kinderwunschbehandlung vorbereiten möchte. Dabei stellt sich die Frage, ob es Untersuchungen vorziehen möchte, die üblicherweise erst nach mehreren Fehlversuchen empfohlen werden (zum Beispiel: „Was, wenn nach mehreren Transfers etwas festgestellt wird, das man bereits vor dem ersten Embryotransfer problemlos hätte behandeln können?“). Oder ob auch Untersuchungen in Erwägung gezogen werden sollen, bei denen die wissenschaftliche Datenlage noch nicht eindeutig ist (zum Beispiel: „Was habe ich zu verlieren und was zu gewinnen? Und wie gehe ich damit um, wenn in zehn Jahren ein klarer Beweis für die Wirksamkeit vorliegt?“).

Dieses Dokument soll Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Die angegebenen Preise und Anbieter dienen lediglich zur Orientierung; ich stehe in keiner Verbindung zu den genannten Laboren. Zögern Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren, falls Sie Fragen haben oder einen Austausch wünschen.

Referenzen

[1] Tamblyn JA, Pilarski NSP, Markland AD, Marson EJ, Devall A, Hewison M, Morris RK, Coomarasamy A. Vitamin D and miscarriage: a systematic review and meta-analysis. Fertil Steril. 2022 Jul;118(1):111-122. doi: 10.1016/j.fertnstert.2022.04.017. Epub 2022 May 28. PMID: 35637024.

[2] Wartena R, Matjila M. Polycystic ovary syndrome and recurrent pregnancy loss, a review of literature. Front Endocrinol (Lausanne). 2023 Oct 30;14:1183060. doi: 10.3389/fendo.2023.1183060. PMID: 38027110; PMCID: PMC10643146.

[3] Murvai VR, Galiș R, Panaitescu A, Radu CM, Ghitea TC, Trif P, Onița-Avram M, Vesa AA, Huniadi A. Antiphospholipid syndrome in pregnancy: a comprehensive literature review. BMC Pregnancy Childbirth. 2025 Mar 24;25(1):337. doi: 10.1186/s12884-025-07471-w. PMID: 40128683; PMCID: PMC11934569.

[4] Ticconi C, Inversetti A, Marraffa S, Campagnolo L, Arthur J, Zambella E, Di Simone N. Chronic endometritis and recurrent reproductive failure: a systematic review and meta-analysis. Front Immunol. 2024 Aug 16;15:1427454. doi: 10.3389/fimmu.2024.1427454. PMID: 39286255; PMCID: PMC11403846.

[5] Udo R. Markert, Jana Pastuschek, Priska E. Streicher, Julia I. Heger, Christin Bär, Rodolfo R. Favaro, Ekkehard Schleußne, Unerfüllter Kinderwunsch durch immunologische Fehlregulation?, 2018, 31

[6] https://www.uniklinikum-jena.de/geburtsmedizin/Forschung+_+Klinische+Studien/Forschung/Placenta_Labor/Diagnostik+Endometrium/Wir+sind+eine+Praxis/Informationen+f%C3%BCr+sie+_+Praxis-p-3504.html

[7] Kuon RJ et al. Uterine natural killer cells in patients with idiopathic recurrent miscarriage. Am J Reprod Immunol. 2017;78(4)

[8] Seshadri S, Sunkara SK. Natural killer cells in female infertility and recurrent miscarriage: a systematic review and meta-analysis. Human Reproduction Update. 2014 May;20(3):429–38

[9] Evans-Hoeker, E. et al. Endometrial BCL6 Overexpression in Eutopic Endometrium of Women With Endometriosis. Reprod Sci 23, 1234–1241 (2016).

[10] Gong, Q. et al. Increased levels of CCR7(lo)PD-1(hi) CXCR5+ CD4+ T cells, and associated factors Bcl-6, CXCR5, IL-21 and IL-6 contribute to repeated implantation failure. Exp Ther Med 14, 5931–5941 (2017).

[11] Dan, A., Outcomes in women with IVF Failure who tested positive for BCL6 using ReceptivaDxTM Testing: effect of treatment on subsequent embryo transfer. Fertil Steril 113(4):E13 (2020)

[12] Kitaya K et al. Chro nic Endometritis: Potenti-al Cause of Infer tility and Obstetric and Neo-natal Complications. Am J Reprod Immunol. 2016 ;75:13-

[13] Gao X, Louwers YV, Laven JSE, Schoenmakers S. Clinical Relevance of Vaginal and Endometrial Microbiome Investigation in Women with Repeated Implantation Failure and Recurrent Pregnancy Loss. Int J Mol Sci. 2024 Jan 3;25(1):622. doi: 10.3390/ijms25010622. PMID: 38203793; PMCID: PMC10779912.

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